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Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten ein Webprojekt umzusetzen.

Man könnte ganz einfach HTML, CSS und JavaScript nutzen und von Grund auf eine neue Website oder Applikation bauen. Oder eine Content Management System wie WordPress oder TYPO3 nutzen.

Es gibt jedoch eine interessante Alternative. Diese ist Bootstrap.

In diesem Beitrag gibt es Informationen, eine Definition und auch die Vorteile und Nachteile dieses Frameworks für euch auf einen Blick.

Definition

Bootstrap (im Beitrag mit BTS abgekürzt) ist ein Frontend Framework, welches mit HTML, CSS und JavaScript entwickelt wurde.

Damit lassen sich besonders gut sogenannte Responsive Anwendungen erstellen. Das sind Webpräsenzen, welche auf allen Endgeräten (Desktop, Tablet, Smartphone, etc.) passend dargestellt werden.

Eine grosse Open Source Community arbeitet kontinuierlich an der Kompatibilität von Bootstrap für unterschiedlichste Browser (Mozilla, Internet Explorer, Google Chrome, etc.) und verschiedene  Versionen dieser Browser.

Das macht es für Webentwickler*innen äußerst einfach, Webseiten zu erstellen, welche dann responsiv sind und auf allen mobilen Geräten schön anzusehen sind.

Geschichte

Bootstrap wurde 2010 von Twitter unter dem Namen „Twitter Bootstrap“ entwickelt, mit dem Ziel, eine einheitliche Bibliothek für die Gestaltung von Weboberflächen zu schaffen. Das Problem war damals, dass für die Designentwicklung bei Twitter viele verschiedene Bibliotheken verwendet wurden. Das führte zu Inkonsistenzen und einem großen Wartungsaufwand.

Bootstrap sollte eine gemeinsame Basis schaffen, mit der alle Mitarbeiter arbeiten konnten, um schnell und einfach Websites zu gestalten.

Im August 2011 entschloss sich Twitter dazu, das Bootstrap Framework als Open Source Projekt zu veröffentlichen. Damit war der Siegeszug dieses ausgezeichneten und leicht zu bedienenden Frontend-Frameworks zur Webdesign-Gestaltung nicht mehr aufzuhalten. [1]
Seit 2021 liegt Bootstrap in der Version 5 vor.

Ein paar Vorteile:

1) Schneller entwickeln

Wie bereits erwähnt: Die Entwicklung geschieht um einiges schneller mit BTS. Anstatt von Grund auf alles mit HTML, CSS und JavaScript neu zu erstellen, sind in Bootstrap bereits vorgefertigte Packages enthalten, um direkt starten zu können.

2) Leichtgewichtig

Das Framework lädt sehr schnell. Das liegt sicherlich auch daran, dass man bei solchen Entwicklungen eher weniger Backend-Funktionalitäten nutzt. Meistens müssen nur die Frontend Daten geladen werden.

Zum Teil kann man es so entwickeln, dass es nur einmal lädt, wenn man die Domain aufruft und dann nicht mehr. Alle Seiten können, dann über die gleiche Domain aufgerufen werden. Das macht die Nutzerführung einfach und schnell.

3) Templates

Man kann sich das Webdesignen noch einfacher machen, in dem man BTS Templates nutzt. Diese gibt es sowohl in großer Zahl als kostenfreie Vorlagen, aber auch als Premium Versionen welche ca 20 bis 100 US Dollar kosten.

4) Nutzung von Icons macht die Webapplikation schneller

In Bootstrap werden Icons genutzt. Wie zum Beispiel die Glyphicons, welche mit BTS mitgeliefert werden.

Der Vorteil von Icons, gegenüber PNG’s (Bilddateien), JPEG’s oder ähnlichen Formaten ist, dass die Datei-Grössen sehr klein sind und daher schnell im Browser geladen werden.

5) Kompatibilität zu vielen CMS (Content Management Systems) und anderen Technologien

Man könnte Bootstrap beispielsweise nutzen, um ein Theme für WordPress zu entwickeln.

Ähnlich dazu, lässt es sich in vielen CMS und anderen Weblösungen einfach einbinden.

6) Dokumentation und Community

Die Dokumentation zu diesem Framework ist sehr ausführlich und einfach beschrieben. Zudem gibt es eine hilfsbereite und aktive Community, welche bei Fragen und Anliegen zur Seite steht. Zum Teil hilft die Gemeinschaft auch bei der Umsetzung von Funktionalitäten, kostenfrei. Die Lösung für dein nächstes Projekt liegt somit nur eine Frage entfernt. [2]

7) Zusammenarbeit wird einfacher

Wenn mehrere Entwickler*innen an Projekten zusammenarbeiten, dann wird es einfacher, wenn alle dieselbe Technologie nutzen. BTS kennt fast jeder/jede Webprogrammierer*in und alle können sich an die Vorgaben dieser Technologie halten.

8) Wiederkehrende Aufgaben einfacher bewältigen

Der Sinn eines jeden Frameworks ist es, dass man wiederkehrende Aufgaben schneller abarbeiten kann.

Anstatt sich mit dem Aufbau des Grundgerüsts (zum Beispiel das Grid für die Responsive Darstellung auf unterschiedlichen Bildschirmen) zu beschäftigen, kann man an den Backend-Funktionalitäten und der Ausbesserung des Designs arbeiten.

9) Einfach zu nutzen

Jeder der die Basics von HTML und CSS kennt, kann anfangen damit Webseiten zu erstellen.

Auch unsere Homepage wurde mit Bootstrap erstellt!

10) Open Source und kostenfrei

Ein nicht zu verachtender Vorteil ist auch, dass diese Technologie kostenfrei nutzbar ist. Man braucht also keine Lizenzgebühren oder sonstiges dafür zu bezahlen.

Entwickler*innen und Webdesigner*innen erhalten mit Bootstrap eine solide Grundlage für die Frontend-Entwicklung. Die Arbeit wird beschleunigt, da Komponenten bereits vorgegeben sind. Die technischen Eigenschaften der verschiedenen Anzeigegeräte (Desktop, Smartphones, Tablets) werden responsiv unterstützt. Weitere Funktionen wie JQuery können auf das bestehende Gerüst aufsetzen und so die Funktionalität der Benutzeroberfläche erweitern.